Lokales
22.05.2020
„Es gibt Frauen, die durchs Netz fallen“
Gießener Ärztin Kristina Hänel spricht im Interview über zusätzliche Probleme ungewollt Schwangerer in der Corona-Krise / Versorgung noch schwieriger geworden

Von Jasmin Mosel

GIESSEN. Ungewollt schwangere Frauen stehen in Deutschland unter Zeitdruck. Denn nur in den ersten zwölf Wochen ist ein Abbruch straffrei. Der Zugang zu einem gesetzeskonformen und sicheren Schwangerschaftsabbruch war auch schon vor der Corona-Krise mit zahlreichen Hürden verbunden. Gleich zu Beginn der Pandemie hat die Gießener Ärztin Kristina Hänel gewarnt, dass sich die Situation für betroffene Frauen nun weiter verschärfen könnte. Denn aktuell führen noch weniger Ärzte als vorher Abtreibungen durch, da viele aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gehören. Dazu wird der Ablauf durch weitere bürokratische Hindernisse in